Wirtshaus „Zur wilden Ente“

 

Wirtshaus „Zur wilden Ente“ an der Güdinger Schleuse – Saarbrücken

1905 wurde das Gasthaus zur Schleuse von Oskar und Luise Schley gegründet. Mittlerweile führt Michael Schley zusammen mit seiner Frau Christine den Gastronomiebetrieb in der vierten Generation. Nach durchaus schwierigen Zeiten in der Vergangenheit wurde aus dem Gasthaus zur Schleuse das Wirtshaus „Zur wilden Ente“ mit einem neuen Konzept, welches sich als mittlerweile sehr erfolgreich herausgestellt hat. Wie der Name schon vermuten lässt wird hier der zentrale Focus auf das schnatternde Geflügel gesetzt. Aber auch andere, traditionell saarländische Gerichte oder auch kulinarisches aus dem benachbarten Frankreich kann man hier geniessen. Das Restaurant ist malerisch gelegen, direkt am Ufer der Saar, etwas oberhalb der Güdinger Schleuse. Vom Frühjahr bis zum Herbst wird man auch vor dem Restaurant stilecht von Federfieh en Masse empfangen. Hier treiben sich freilaufend Enten und Gänse ohne Scheu vor dem Menschen herum.

Das Ambiente:

Das Wirtshaus „Zur wilden Ente“ ist ein rustikal mit Holzbalken, Holztischen und Holzstühlen eingerichtetes Restaurant. Der Wohlfühlfaktor ist schon beim Eintreten zu spüren. Statt auf einen großen Raum setzt man hier auf kleinere, abgegrenzte Bereiche, in denen man auch weitgehend ungestört essen kann. Auch wird hier Wert auf „Entfaltung“ gelegt, was bedeutet, dass hier der Mensch noch Platz zugestaden bekommt um, nicht in beengtem Raum zu sitzen, seine Mahlzeit einnehmen kann. Hier merkt man deutlich, dass das Essen nicht nur als Nahrungsaufnahme in steriler Atmosphäre stattfinden muss, sondern, dass gerade beim Essen auch etwas Entschleunigung vom Alltag angesagt ist.

Das Essen:

Wen ich mich so umsah, bemerkte ich, dass hier die verschiedensten Geschmäcker auf der Pirsch nach einer guten Mahlzeit waren. Vom Salat über Hoorische, Flammkuchen, Schnitzel, Steaks bis hin zur saarländischen Lyonerpfanne, nicht zu vergessen das Federfieh, war alles vertreten. Die Portionen sahen alle sehr appetitlich und auch sehr reichhaltig aus. Einer Empfehlung eines Freundes folgend bestellte ich ein „Entenbier“ und die Entenkeule mit hausgemachten Serviettenknödeln und Rotkraut. Die Portion hatte sogar mich als Mensch mit über 2m Körpergröße und einem gesunden Appetit überrascht. Aber auch geschmacklich war es wirklich etwas Besonderes. Die hausgemachten Serviettenknödel sahen nicht nur gut aus, sondern waren auch perfekt in Konsistenz und Geschmack zubereitet. Die Entenkeule wurde mit einer knusprigen, dezent gewürzten Haut serviert, und das Fleisch war sehr saftig. Eine hausgmachte Sauce rundete das Ganze ab. …… Sorry 😉 ich vergaß das Rotkraut. Was soll ich dazu sagen, so hat meine Oma das Rotkraut auch immer zubereitet.

Der Service:

Hier blieben auch keine Wünsche offen. Das Restaurant war Mittags gut gefüllt. Es waren zwei Servicekräfte im Einsatz, welche sich freundlich, offen, kompetent und immer präsent um die Gäste kümmerten. Die Aufteilung des Restaurants war klar geregelt, alles lief professionell und strukturiert ab. Die Damen hatten jederzeit alle Gäste und die Tische im Blick und reagierten prompt, wenn Gläser leer waren, aufgehört wurde mit Essen oder auch der Wunsch nach Bezahlung da war. Es wurde zwischendurch auch immer wieder nach der Zufriedenheit nachgefragt, aber so dosiert, dass sich der Gast nicht belästigt fühlt.

Fazit:

Jeder, der Wert auf eine gute bürgerliche Küche legt und im speziellen auf Entengerichte, dem sei gesagt: „Entlich“ gibt es hier ein Restaurant in dem man seinen Vorlieben frönen kann. Danke an Michael und Christine Schley (Mama Barbara in der Küche nicht zu vergessen 😉 ) für diese Oase an der Saar.

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